Wie geht es weiter?
Stehen Sie zum Zeitpunkt der Diagnose noch im Arbeitsprozess?
Wenn Sie zum Zeitpunkt der Diagnose noch arbeiten, ist es oft möglich, weiter im Beruf zu bleiben. Wichtig ist, dass Sie Ihre neue Situation berücksichtigen und sich gut unterstützen lassen.
Den Arbeitgeber informieren
Wenn sich Ihre Demenzerkrankung in irgendeiner Art auf die Arbeit auswirkt, müssen Sie Ihre Vorgesetzten informieren. Oft hilft es auch, mit nahen Arbeitskolleginnen und -kollegen offen zu sprechen.
Ein offener Umgang verhindert Missverständnisse und hilft, dass Sie im Team unterstützt werden.
Arbeitspensum und Aufgaben anpassen
Treffen Sie keine vorschnellen Entscheidungen – wie Kündigung, Frühpensionierung oder starke Reduktion Ihres Pensums. Solche Schritte können später grosse finanzielle Folgen haben.
Lassen Sie sich lieber von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt teilweise oder ganz krankschreiben und holen Sie sich fachliche Beratung.
Im Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber können Sie gemeinsam besprechen:
- Welche Aufgaben Sie weiterhin übernehmen können.
- Ob Ihr Arbeitspensum angepasst werden sollte.
Wie Sie entlastet werden können.
Beratung und Begleitung
Manche Arbeitgeber stellen eine Case-Management-Fachperson zur Verfügung, die Sie begleitet.
Auch Pro Infirmis bietet Beratung zum Thema Arbeit und Demenz an – in folgenden Regionen:
Zusätzlich unterstützt die Stiftung Profil Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und hilft auch Arbeitgebenden. Lösungen zu finden.
Miteinander im Gespräch bleiben
Sprechen Sie regelmässig mit Ihrer oder Ihrem Vorgesetzten über Ihre Arbeitssituation.
Solche Gespräche können auch gemeinsam mit Angehörigen oder Fachpersonen stattfinden. Es ist hilfreich, Rückmeldungen von anderen zu bekommen, denn die eigene Wahrnehmung kann sich durch die Demenz verändern.
Trauen Sie sich, Fragen zu stellen und über Schwierigkeiten zu sprechen. So können Aufgaben und Arbeitspensum laufend angepasst werden.
Weitere Informationen
In der Zeitschrift Auguste (Ausgabe 01/2021) finden Sie Beispiele von Personen, die trotz Demenzdiagnose weitergearbeitet haben.
Auch die Broschüre Demenz und Arbeitsleben enthält viele hilfreiche Informationen für Sie und Ihren Arbeitgeber.